Der TTC Schwirzheim hat bei der siebten Ping-Pong-Parkinson-Weltmeisterschaft in Hannover eine erfolgreiche Premiere gefeiert. Reimund Heck vertrat den Verein erstmals auf der internationalen Bühne und erreichte sowohl im Einzel als auch im Herrendoppel das Viertelfinale.

Vom 25. bis 30. September wurde Hannover zum Mittelpunkt der internationalen Parkinson-Tischtennisgemeinschaft. Rund 800 Spielerinnen und Spieler aus 35 Ländern traten bei der bislang größten Weltmeisterschaft dieser Art an. An mehr als 90 Tischen lief fünf Tage lang ein intensiver Spielbetrieb. Die Wettbewerbe wurden in drei Leistungskategorien sowie im Herren- und Damen-Einzel, im Herren- und Damen-Doppel und im Mixed-Doppel ausgetragen.

Im Herrendoppel der dritten Leistungskategorie trat Heck gemeinsam mit Robert Bonnie aus Aachen an. Das Duo überzeugte mit großem Einsatz und Nervenstärke. Besonders umkämpft war die Begegnung mit Jan Olaf aus Norwegen und Bojan Benedict aus Slowenien. Nach fünf Sätzen setzte sich das Schwirzheimer Doppel knapp mit 3:2 durch und zog ins Achtelfinale ein. Auch dort hielt der erfolgreiche Lauf an, ehe erst im Viertelfinale gegen die späteren Weltmeister Endstation war. Trotz der knappen Niederlage war der Einzug in die Runde der besten acht ein beachtlicher Erfolg für das erstmals vertretene Team.

Auch im Einzel steigerte sich Reimund Heck im Verlauf des Turniers. Nach einem zunächst durchwachsenen Beginn fand er immer besser zu seinem Spiel und kämpfte sich mit konzentrierten Auftritten und wachsender Sicherheit bis ins Viertelfinale vor. Dort musste er die Stärke des späteren Siegers anerkennen und schied deutlich aus. Mit zwei Viertelfinalteilnahmen konnte Heck dennoch auf eine rundum gelungene Weltmeisterschaft und einen erfolgreichen internationalen Einstand des TTC Schwirzheim zurückblicken.

Für Heck war die Weltmeisterschaft jedoch weit mehr als ein sportlicher Wettkampf. Besonders beeindruckte ihn die außergewöhnliche Atmosphäre unter den Teilnehmenden. Trotz der Spannung und des Ringens um jeden Punkt sei ein herzliches, beinahe familiäres Miteinander spürbar gewesen – eine Erfahrung, die er in dieser Form noch nie gemacht habe.

Wie schnell aus sportlichen Rivalen Freunde werden können, zeigte sich unmittelbar nach einer Partie bei einem gemeinsamen Interview mit dem Norweger Jan Olaf. Dieser brachte den besonderen Geist der Begegnung sinngemäß auf den Punkt: „Wir gingen gemeinsam mit einem Gegner zum Einspielen an die Platte. Nachdem wir das Spiel beendet hatten, verließ ich die Platte gemeinsam mit einem Freund.“